Emojis in der geschäftlichen Kommunikation

Emojis in der geschäftlichen Kommunikation

Während die Nutzung von Emojis in der geschäftlichen Kommunikation noch eher selten ist und viele Mitarbeiter verunsichert sind, ob und wie man diese einsetzen kann, ist das im privaten Umfeld normal. Aber auch hier hat der ein oder andere schon schlechte Erfahrungen gemacht, weil Emojis nicht immer eindeutig sind und sich systemübergreifend sogar verändern.

In diesem Artikel widmen wir uns der Nutzung von Emojis in der Unternehmenskommunikation und zeigen mögliche Stolperfallen auf.

Wie sich Emojis unterscheiden

Die folgende Grafik zeigt die gleichen Emojis auf verschieden Plattformen:

Emojis in der geschäftlichen Kommunikation
Quelle: Grouplens
Durch die Einführung von Chats in der Geschäftskommunikation kommen diese Emojis auch in den Unternehmen an. Sie sind witzig, locker und vermitteln eine Reihe an Emotionen auf eine Art und Weise, wie es Wörter manchmal nicht vermögen. Emojis helfen, Inhalte präziser auszudrücken und einen bestimmten Ton zu vermitteln. Doch sie bergen auch das Risiko, falsch verstanden zu werden.

Richtig eingesetzt können Emojis die Kommunikation verbessern, denn sie helfen dabei, Nachrichten den sogenannten Negativitätseffekt zu nehmen, der oft auftritt, wenn eine Nachricht viel negativer interpretiert wird als vom Sender beabsichtigt. Dabei sollte man es aber nicht übertreiben. Gerade in der geschäftlichen Kommunikation sollte man sich auf die Gesichtern nachempfundenen Emojis, sogenannte Smileys, beschränken. Die Nutzung von Emojis, die fehlinterpretiert werden können, sollten vermieden werden.

Gerade geschäftliche Tools, wie z.B. Microsoft Teams, bieten meist nur diese Smileys – aber auch wenn das Tool mehr bietet, sollte man sich bei der geschäftlichen Kommunikation auf die Emojis beschränken, die positiv sind, wobei es auch hier schon genug Spielraum gibt.

Der beliebteste Emoji ist der Zwinker-Emoji und hier herrscht weitgehende Übereinstimmung, dass dieser positiv ist. Dieser wird verwendet, um Freundlichkeit zu signalisieren, manche Menschen nutzen den aber auch, um Ironie und Zweideutigkeit auszudrücken. Grundsätzlich bieten Smileys den wenigsten Interpretationsspielraum, der negativ ausgelegt werden kann.

In der geschäftlichen Kommunikation sollte man nicht viel mehr als diese Emojis nutzen:

 Zwinkern

 Smiley

 Breites Grinsen

 Traurig

 Ja

 Händedruck

 Nachdenklich

Intern in der Kommunikation mit (guten) Kollegen muss man sich nicht einschränken.

Emojis in der geschäftlichen Kommunikation

In der geschäftlichen Kommunikation ist weniger auf jeden Fall mehr. Übertreiben Sie es nicht mit der Nutzung der Emojis. Verwenden Sie diese nur dort, wo man den Satz falsch verstehen könnte, aber nicht mehr als drei in einer E-Mail.

Im geschäftlichen Chat können Sie häufiger Emojis verwenden, aber auch hier sollte man es nicht übertreiben. Man muss Emojis nicht doppelt oder dreifach verwenden, einmal Zwinkern reicht aus. In der Kundenkommunikation würde man auch keine drei Ausrufezeichen ans Satzende stellen.

Bezüglich des Alters muss man sich übrigens keine Sorgen machen: Emojis sind in allen Altersgruppen angekommen. Unterschiede gibt es jedoch zwischen Mann und Frau – Frauen nutzen Emojis viel häufiger als Männer.

Auch international sind Emojis etabliert und Sie müssen keine Bedenken haben, dass der Geschäftspartner in den USA oder China dies fehlinterpretieren könnte.

Fazit

Gegenüber neuen Geschäftspartnern sollte man auf die Nutzung von Emojis verzichten und bei der formalen E-Mail bleiben. Wenn der Geschäftspartner Emojis nutzt, können Sie dann darauf auch mit Emojis antworten.

Vermeiden sollten Sie in der geschäftlichen Kommunikation die Nutzung von negativen Emojis, Katzen-Emojis oder Monster-Emojis.

Emojis sind nützlich, denn sie helfen, Missverständnisse oder eine negative Interpretation zu vermeiden. Gleichzeitig lockern sie auf. Dennoch sollte die geschäftliche Kommunikation als solche erkennbar bleiben. Wenn Sie das beachten, sind Sie immer auf der sicheren Seite.